न यॊनिर नापि संस्कारॊ न शरुतं न च संनतिः कारणानि थविजत्वस्य वृत्तम एव तु कारणम
सर्वॊ ऽयं बराह्मणॊ लॊके वृत्तेन तु विधीयते

Religio

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Mariologie

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Mater Dei
Maria Immaculata
Mariae Virginis
Assumptio Beatae Mariae Virginis

Titles of Mary
Maria Regina
Mater Ecclesiae
Mater Misericordiae
Mater Dolorosa
Mater Verbi

Mariengebete

℣ = Versikel → Zelebrant/Vorbeter/Vorsänger
℟ = Responsum → Gemeinde


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Apokalypse

Offenbarung des Johannes
Domina Nostra Apocalypsi
Mondsichelmadonna

Mariologische Kontexte

Offenbarung 12,1-17
Die Frau, ihr Kind und der Drache
7
1 Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: Eine Frau, bekleidet mit der Sonne, und der Mond [war] unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen. 2 Und sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen [und soll] gebären. 3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: Und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Diademe hatte; 4 und sein Schwanz zieht den dritten Teil der Sterne des Himmels fort, und er warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die im Begriff war, zu gebären, um, wenn sie geboren hätte, ihr Kind zu verschlingen. 5 Und sie gebar einen Sohn, ein männliches [Kind], der alle Nationen hüten soll mit eisernem Stab; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron. 6 Und die Frau floh in die Wüste, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort ernährte 1260 Tage. 7 Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; 8 und sie bekamen nicht die Übermacht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. 9 Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen. 10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn [hinab]geworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte. 11 Und sie haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod! 12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel und die ihr in ihnen wohnt! Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Zeit hat. 13 Und als der Drache sah, daß er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die das männliche [Kind] geboren hatte. 14 Und es wurden der Frau die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste flog, an ihre Stätte, wo sie ernährt wird eine Zeit und [zwei] Zeiten und eine halbe Zeit, fern vom Angesicht der Schlange. 15 Und die Schlange warf aus ihrem Mund Wasser wie einen Strom hinter der Frau her, um sie mit dem Strom fortzureißen. 16 Und die Erde half der Frau, und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Mund warf. 17 Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den Übrigen ihrer Nachkommenschaft, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben.
Elberfelder Bibelübersetzung Rv. 2006

Sol und Luna werden vereint
[…] In ihrer mehrmaligen Mond-Vision schaut die junge Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich im Jahr 1209 den Erdtrabanten nicht mit einem „dunklen Band“, sondern mit einem dunklen Fleck oder „kleinen Bruch“. Der Herr eröffnete ihr, in dem Mond sei die Kirche dargestellt, die dunkle Stelle aber in der Scheibe deute an, daß noch ein Fest fehle, das er von allen Gläubigen gefeiert sehen wolle“ (Peter Browe, Die Verehrung der Eucharistie im Mittelalter, 1933, 71). Urban IV. führte das Fronleichnamsfest 1264 universalkirchlich ein, erwähnt in der Bulle „Transiturus de hoc mundo“ Julianas Vision als Anlaß, aber nur indirekt; dafür erklärt er ausführlich den Sinn der Eucharistie: Sie ist „Genuß vom Baume des Lebens“, der Tod kommt vom „Genuß“ der „verbotenen Frucht“ vom Baum der Erkenntnis: „Der Genuß hat verwundet, der Genuß hat geheilt.“ Die alte Kirche verstand die Eucharistie als Umkehrung oder Aufhebung des Sündenfallessens (vgl. Offb 2,7). So sagt in der syro-antiochenischen Liturgie der Priester dem Täufling bei der mit der Taufe gespendeten Erstkommunion: „Die Frucht, die Adam niemals im Paradies gekostet hat [vom Baum des Lebens], wird heute mit Freuden in deinen Mund gelegt.“ Gregor von Nyssa: „Im Paradies hat der Mensch eine tödliche Speise genossen. Er muß daher ein Heilmittel in sich aufnehmen, wie derjenige, der Gift genommen hat, ein Gegengift empfangen muß. Dieses Heilmittel unseres Leibes ist kein anderes als der Leib Christi, der den Tod überwunden hat und die Quelle unseres Lebens ist und der durch Mitteilung seiner Unsterblichkeitskräfte den Schaden jenes Giftes wieder aufhebt.“
Ebenso wird Evas Hören auf das Lügen-Wort der Schlange (gefallener Engel) aufgehoben durch Marias „von keinem Zweifel verfälschten Glauben“ gegenüber der Verkündigung des guten Engels (Lumen gentium 63). Als neue Eva (und ,unbefleckte‘ geistliche Luna) zertritt sie – auf dem Mond stehend – der „alten Schlange“ den Kopf (Gen 3,15; Offb 12,1.9). Diese galt wegen ihres Sich-Häutens als Mondtier, Luna wiederum ist „Urgrund aller Geburt“ (Joh. Lydos), weil ihr Zyklus und Gestaltwandel Urbild für den Menstruationszyklus des Weiblichen (mit dem Leibichen und Zeitlichen) ist, wobei Geburt und Tod reziprok sind. Eva wird deshalb aus Adams „Rippe“ (= Mondsichel) „gebaut“ und so zur „Mutter aller Lebendigen“ (Gen 3,20), ein Titel, den Sir 40,1 der mit Luna eng verbundenen Erde (Terra, Gaia) gibt.
Die Eucharistie führt als Engels-Speise vom Himmel (vgl. Weish 16,20) aus der Vielheit und Vergänglichkeit der irdischen Materie heim zur Einheit und Unvergänglichkeit des himmlischen Geistes (Joh 6,27). Diese Heimkehr geschieht mit Ostern: Es vereint im luni-solaren Festkalender am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond auf höherer Ebene „hoch-zeitlich“ die beiden gegensätzlichen Prinzipien Geist und Materie, kosmisch: Sol und Luna. Dasselbe macht Fronleichnam sinnfällig: die weiße Hostie in der sonnenartigen Monstranz wird getragen von der Lunula.
Dr. Klaus W. Hälbig, DT Nr. 24 vom 17. Juni 2022





ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae
amen

Apokalyptische Madonna auf Mondsichel in Strahlenkranz umringt von den 12 Sternen (Offenbarung des Johannes 12,1), der Schlange mit der Ferse auf den Kopf tretend (Genesis 3,15), Ferenc Szoldatits ca. 1890, Dezső Laczkó Museum, HU

Mariengebete

Die fünf Säulen der Römisch-Katholischen Kirche bestehen aus der Tradition, dem Biblischen, der griechischen Philosophie, der römischen Hierarchie und dem lebendigen Gott. 1 Die im Katholischen äußerst bedeutsame Marienverehrung mag, im Anliegen christianisierender Synthesis frühkulturell verehrter Mond-, Mutter-, Fruchtbarkeits- und Gnadengöttinen wurzelnd, im weiteren Verlauf in der Singularität monotheistischem Prinzips kulminiert haben. Keinesfalls zufällig findet sich zu Händen, Füßen oder zu Haupten Mariens jene signifikante Mondsichel. 2 In der römisch-katholischen Ekklesiologie zählt die Mariologie zur Dogmatik und innerhalb dieser zur Soteriologie. Seitens des Protestantismus (via des lutherischen solam scripturam regnare, welches das Christliche faktisch zu einer Buchreligion degradieren will) 3 wird die Erhöhung und Verehrung Mariens dem Ecce mater tua zum Trotze häretisch interpretiert. Im Islam indes steht die Vereherung Mariens auf freilich anderen Füßen, nicht in Form der Mater Dei, sondern der Maryam als Prophetin wie auch Archaica und Ideal des sowohl Weiblichen als auch Mütterlichen. 4

Im Folgenden nun eine Wiedergabe der wichtigsten Mariengebete.

Orationes (Gebete)

Ave Maria
Angelus/Regina cæli
Marianische Antiphonen: Sub tuum præsidium
Alma redemptoris mater | Ave Regina Cælorum | Regina cæli | Salve Regina
Ave Maria

Ave, Maria,
gratia plena,
Dominus tecum;

benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Jesus.

Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus,
nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.
Gegrüßet seist Du Maria

Gegrüßet seist Du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit Dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
Angelus 5

℣ Angelus Domini nuntiavit Mariae
℟ et concepit de Spiritu Sancto.

℣ Ave, Maria, […]
℟ Sancta Maria, Mater Dei, […]

℣ Ecce ancilla Domini.
℟ Fiat mihi secundum verbum tuum.

℣ Ave, Maria, […]
℟ Sancta Maria, Mater Dei, […]


℣ Et verbum caro factum est.
℟ Et habitavit in nobis.

℣ Ave, Maria, […]
℟ Sancta Maria, Mater Dei, […]

℣ Ora pro nobis, Sancta Dei Genetrix,
℟ ut digni efficiamur promissionibus Christi.

℣ Oremus!
Gratiam tuam, quaesumus, Domine, mentibus nostris infunde;
ut, qui Angelo nuntiante, Christi, Filii tui incarnationem cognovimus,
per passionem Eius et crucem ad resurrectionis gloriam perducamur.
Per eundem Christum, Dominum nostrum.
℟ Amen.
Engel des Herrn 5

℣ Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.
℟ Und sie empfing vom Heiligen Geist.

℣ Gegrüßet seist du, Maria, […]
℟ Heilige Maria, Mutter Gottes, […]

℣ Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn.
℟ Mir geschehe nach deinem Wort.

℣ Gegrüßet seist du, Maria, […]
℟ Heilige Maria, Mutter Gottes, […]

Zu den folgenden Worten verneigt man sich.
℣ Und das Wort ist Fleisch geworden.
℟ Und hat unter uns gewohnt.

℣ Gegrüßet seist du, Maria, […]
℟ Heilige Maria, Mutter Gottes, […]

℣ Bitte für uns, heilige Gottesmutter.
℟ Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

℣ Lasset uns beten.
Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Durch ihn, Christus, unseren Herrn.
℟ Amen

Marianische Antiphonen

Sub tuum præsidium

Sub tuum praesidium confugimus,
Sancta Dei Genetrix.
Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus [nostris],
sed a periculis cunctis libera nos semper,
Virgo gloriosa et benedicta.
[Domina nostra, mediatrix nostra, advocata nostra,
tuo filio nos reconcilia,
tuo filio nos commenda,
tuo filio nos repraesenta.]
Unter deinen Schutz und Schirm

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
[Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.]
Alma redemptoris mater

Alma Redemptoris Mater,
quae pervia caeli | porta manes
et stella maris,
succurre cadenti, |
surgere qui curat, populo:
tu quae genuisti, | natura mirante,
tuum sanctum Genitorem, |
Virgo prius ac posterius,
Gabrielis ab ore | sumens illud Ave,
peccatorum miserere.
Erhabne Mutter des Erlösers

Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn.
Du hast geboren, der Natur zum Staunen,
deinen heiligen Schöpfer.
die du, Jungfrau davor und danach,
aus Gabriels Mund vernahmst das selige Ave,
o erbarme dich der Sünder.
Ave Regina cælorum

Ave Regina caelorum,
ave Domina Angelorum:
Salve radix, salve porta,
ex qua mundo lux est orta:
Gaude Virgo gloriosa,
super omnes speciosa:
Vale o valde decora,
et pro nobis Christum exora.
Ave, du Himmelskönigin

Ave, du Himmelskönigin,
ave, der Engel Herrscherin.
Wurzel, der das Heil entsprossen,
Tür, die uns das Licht erschlossen:
Freu dich, Jungfrau voll der Ehre,
über allen Sel’gen hehre,
sei gegrüßt, des Himmels Krone,
bitt’ für uns bei deinem Sohne.
Regina cæli

Regina caeli, laetare, alleluia.
Quia quem meruisti portare, alleluia,
Resurrexit, sicut dixit, alleluia.
Ora pro nobis Deum, alleluia.

.:: Embolismus (Paschale – Pentekosten) ::.

Gaude et laetare, Virgo Maria, alleluia.
Quia surrexit Dominus vere, alleluia.

Oremus.
Deus, qui per resurrectionem Filii tui
Domini nostri Iesu Christi mundum laetificare dignatus es:
praesta, quaesumus, ut per eius Genetricem Virginem Mariam
perpetuae capiamus gaudia vitae.
Per eundem Christum, Dominum nostrum.
Amen.
Freu dich, du Himmelskönigin

Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja.
den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
er ist auferstanden, wie er gesagt hat, Halleluja.
Bitt’ Gott für uns, Halleluja.

.:: Embolismus (Ostern bis Pfingsten) ::.

Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja,
denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.

Lasset uns beten.
Allmächtiger Gott, durch die Auferstehung deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt.
Lass uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria
zur unvergänglichen Osterfreude gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
Amen
Salve Regina

Salve, Regina,
mater misericordiae;
Vita, dulcedo et spes nostra, salve.
Ad te clamamus, exsules filii Hevae.
Ad te suspiramus,
gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, Advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis virgo Maria.
Sei gegrüßt, o Königin

Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, unsre Wonne und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,
deine barmherzigen Augen
wende uns zu
und nach diesem Elend 6 zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes.
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

Fußnoten

  1. Im Christlichen natürlich die ausdrückliche theologische Priorisierung des Novum Testamentum i.e. der Neue Bund Gottes mit den Menschen; Wort und Erlösungswerk Christi.
  2. Im Astrologischen definiert der Mond (neben manchem anderen) im wesentlichen und seit je das Prinzip des Gebärenden und Mütterlichen. Im Latein und den romanischen Sprachen steht „der“ Mond korrekt im Femininum (la luna) und nicht wie im obsessiv die Dinge verkehrenden Deutschen im Maskulinum. In den Pantheons und Pandämonien der Völker findet „der“ Mond seinem Wesen nach in vielschichtigen Facetten seinen Ausdruck, so e.g. im linken Auge des Osiris oder in den Göttinen Selene/Luna und Artemis/Diana (cf. List of Lunar deities). In der mariologischen Assoziation Mariens mit dem Monde soll freilich in gerüttelt Maß der Sieg des Lichtes, die Überwindung jener nicht unerheblichen dunklen Aspekte des Mondes zum Ausdruck gebracht werden. Biblisch ist die Mariologie insbesondere aus dem Ecce mater tua (cf. Septem Christi verba) ableitbar. Betrachtet man die in den Zeiten überwältigende Anhäufung ihrer Titulae und damit metaphysischen Zuständigkeitsbereiche Mariens und wirft hierzu einen Blick auf die zehn Avatara Vishnus, welche einen jeweils spezifischen Wesensanteil des Gottes formulieren, soll damit keine Analogie per se behauptet werden, jedenfalls aber wird eine dem Monotheistischen wie auch Henotheistischen (sofern das jeweils höchste Prinzip betreffend) charakteristische Überführung jener im Polytheistischen dezidierten Diversifikation mannigfaltiger Gottheiten und ihrer Wesenszüge in ein allumfassend all-eines Prinzip ersichtlich: secundum non datur. Dieser Vorgang vollzieht sich im Christlichen ganz prinzipiell unter Eliminierung aller dem Menschen negativen Potentiale.
  3. Die fünf Solae, die theologischen Grundsätze der Reformation, lauten: 1. sola fide (allein der Glaube), 2. sola scriptura (allein die Schrift), 3. solus Christus (allein Christus), 4. sola gratia (allein die Gnade) und 5. soli Deo gloria (Gott allein die Ehre). Die Solae 1 bis 4 gehen auf Martin Luther zurück.
  4. Maryam مريم (auch Meryem oder Miriam) zeichnet als einzige namentlich erwähnte Frau des al-Qur'ān القرآن. Ihr ist eine eigene Sure gewidmet, die Maryam-Sure 19. In dieser findet sich die Erwähnung des ʿĪsā ibn Maryam عيسى بن مريم und in Sure 21 der jungfräulichen Geburt. Cf. desweiteren die Suren 3:42 und 5:116. Die Verehrung Mariens im Sinne hingebungsvoll-demütiger Gottesfürchtigkeit und weiblicher Reinheit stößt im säkularisierten Selbstverständnis industrialisierter Zivilisationsdekadenz auf haßerfüllte Ablehnung: Im Niedergang wird das Gegenprinzip der verdorbenen Hure favorisiert und umjubelt, wie das chronologisch im wieder und immer wieder das Unbild reproduzierenden Verherrlichungsablaufe einer Mae West, einer Marilyn Monroe, einer Madonna Ciccone nachvollziehbar wird und in der aktuellen Phase in unverhohlener Verehrung abscheulich dämonischer (Un-)Weiblicheit gipfelt: Demon est deus inversus. In dieser Umkehrung gerieren sich die Megacities der Vereinigten Staaten und das (nicht allein) zeitgeistige Deutschland besonders beflissen.
  5. Jener zu Nazareth die Botschaft überbringende Engel des Herrn ist namentlich der Erzengel Gabriel. Den Angelus betet man außerhalb der Osterzeit morgens, mittags und abends während dem Angelusläuten, dem dreimal dreifachen Glockenschlag, zum Dank für die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Ursprünglich wurde der Angelus zum Abendläuten gebetet (13. Jh.). Wird in der Zeit von Ostersonntag bis einschließlich Pfingsten statt des Angelus das Regina caeli gesprochen, betet man noch den oben angeführten Embolismus.
  6. „Elend“ wie auch „Tal der Tränen“ (cf. „Jammertal“) im Verständnis des Ausgestoßenseins aus dem Paradies und den daraus resultierenden Folgen.
  7. Die Identität Mariens mit der Apokalyptischen Frau ist theologisch umstritten. Zudem hört man, es munkle mancherorts, die Offenbarung des Johannes sei in Gänze gnostischem Ursprungs.
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