B r ā h m a ṇ a

न यॊनिर नापि संस्कारॊ न शरुतं न च संनतिः कारणानि थविजत्वस्य वृत्तम एव तु कारणम
सर्वॊ ऽयं बराह्मणॊ लॊके वृत्तेन तु विधीयते

Philosophia

VRS:NSMV:SMQL:IVB

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Zentrale Disziplinen der Philosophie

Epistemologie (Erkenntnistheorie)
Ethik (Philosophia moralis)
Logik (Schlußfolgerungslehre)
Metaphysik | Ontologie

Άνάλεκτα

„Unglaube ist der erste Schritt zur Philosophie.“
Denis Diderot

„Ein Heiliger auf seinen Knien kann weiter sehen als ein Philosoph auf den Zehenpitzen.“
Corrie ten Boom

„Philosophie, die Liebe zur Weisheit, ist im tiefsten Grunde nur die Abwehr des Unbegreiflichen.“
Friedrich Spee

„Wo die Münzen klingeln, schweigt der Philosoph.“
Torquato Tasso

„Philosophen verderben die Sprache, Poeten die Logik, und mit dem Menschenverstande kommt man durchs Leben nicht mehr.“
Friedrich Schiller, „Böse Zeiten“

„Es gilt (nämlich) wieder zu entdecken, daß es ein Leben des Geistes gibt, das noch höher steht als das Leben der Vernunft und das allein den Menschen zu befriedigen vermag.“
Antoine de Saint-Exupéry

„Auch wird man einsehen, daß, Dummköpfen und Narren gegenüber, es nur einen  Weg gibt, seinen Verstand an den Tag zu legen, und der ist, daß man mit ihnen nicht redet. Aber freilich wird alsdann in der Gesellschaft manchem bisweilen zumute sein, wie einem Tänzer, der auf einen Ball gekommen wäre, wo er lauter Lahme anträfe: mit wem soll er tanzen?“
Arthur Schopenhauer, „Aphorismen zur Lebensweisheit“

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr. Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.“
Gustave Le Bon

„Der Wahrheit an sich spielt es keine Rolle, wer sie denn formuliert. Sie ist nicht interessiert am Namen oder Status desjenigen, der sie ausspricht.“
Claus Rotter

„Weisheit schützt vor Torheit nicht.“
Claus Rotter

„Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig.“
1. Kor. 3, 20

„Damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.“
1. Kor. 2, 5

Stil- und Kathederblüten

<cite>

Das Ei kam vor dem Huhn

»Ein Expertenteam hat sich zusammengetan, um die alte Frage ein für allemal zu klären: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Drei ausgewiesene Fachleute haben jetzt in England eine so einleuchtende wie simple Lösung präsentiert.

Eine uralte philosophische Frage scheint gelöst: Das Ei war vor der Henne da. Ein Philosoph, ein Wissenschaftler und ein Hühnerzüchter kamen zu diesem Ergebnis, wie britische Zeitungen am Freitag berichteten.

Der Evolutionsgenetiker John Brookfield von der University of Nottingham erläuterte demnach zunächst, daß sich das Erbgut eines Tieres im Laufe des Lebens nicht ändere: „Das erste lebende Ding, das man unzweifelhaft zur Spezies der Hühner zählen konnte, wäre also das erste Ei“, führte er aus. Damit schloss er aus, daß ein anderes Tier sich irgendwann zum ersten Huhn verwandelt haben könnte.

Das erste Ei sei ein Hühnerei gewesen, weil es ein Huhn in sich trug, führte auch der Wissenschaftsphilosoph David Papineau vom renommierten Londoner King's College anschließend aus. Daran ändere auch die Tatsache nichts, daß es von einem anderen Tier gelegt wurde. „Der Schluss ist deshalb zwingend, daß das Hühnerei zuerst kam und die Henne danach„, führte er aus. Damit schloss er aus, daß das erste Huhn aus einem Nicht-Hühnerei geschlüpft sein könnte.

Auch der Hühnerzüchter und Chef des Geflügel-Handelsverbands Great British Chicken, Charles Bourns, kam zu dem Ergebnis, daß das Ei zuerst da war. Allerdings legte er seinen methodischen Ansatz nicht offen: „Eier gab's schon lange, bevor die Hühner dahergekommen sind“, wurde er lediglich zitiert.«

desw.

»Das Huhn-Ei-Rätsel, das bereits zu zahlreichen Diskussionen führte, konnte nun endlich gelöst werden. Seit langer Zeit gingen Wissenschaftler, Stammtischler und Philosophen der Frage nach, ob nun das Huhn oder doch das Ei zuerst da war.

Ein Hühnchenfarmer, ein Philosoph und Genetiker fanden heraus, daß es das Ei war. Während eines Lebens bleiben die genetischen Grundlagen eines Lebewesens gleich. Das noch im Ei befindliche Küken besitzt bereits einen „Klopfinstinkt“.

Dies führt dazu, daß das Küken das Ei von selbst öffnen kann. Laut Professor John Brookfield muß der erste evolvierte Vogel bereits über diese Fähigkeit verfügt haben. Damit wäre die Beweiskette geschlossen.«

</cite>

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,418233,00.html
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/27239983
http://de.wikipedia.org/wiki/Henne-Ei-Problem

Le Penseur au-dessus de la Porte de l’Enfer
Auguste Rodin (1880-1917, unvollendet)
Musée Rodin, Paris

Entrée Philosophia
oder auch: Alles ist relativ

Die Ambition, „Alles“ verstehen zu wollen, überschreitet bekanntlich die Grenzen der materialisierten Wesenheiten resp. menschlicher Imagination.


Simplifiziert hierzu:
Nehmen wir bei vorausgesetzter Interaktion an, es bestünden

a. eine materielle Ebene (Welt),
b. eine geistig-materielle Ebene (Welt) sowie
c. eine geistig-immaterielle Ebene (Welt),

so kann man sagen,

  1. die materiellen Dinge sind im Sinne des Wortes begreifbar, in Begrifflichkeiten, Termini nennbar, Gestalt, Form aufweisend.
  2. In der geistig-materiellen Ebene sind geistige Inhalte, e.g. mathematische Definitionen, Gesetze der Logik etc. fliessender Natur in der materiellen Ebene nutzbar, mithin gleichsam begreifbar.
  3. In der geistig-immateriellen Ebene lösen sich nun sämtliche Begrifflichkeiten, sämtliches Greif- und Begreifbare auf. Nihilo setius resultiert aus diesem „Unendlichen“, dem „Ungeteilten“, „All-Einen“, „Alles-Möglichen“ das, was wir in der materiellen Ebene als Form, als Gestalt benennen können, das Bild also. Es ist deswegen folgerichtig anzunehmen, daß in diesen Gefilden des Ursprünglichen nicht en passant alle Gesetzmäßigkeiten per se aufgehoben sind. Wenn nun eine mediale Wesenheit, ein „Medium“ „Zugang“ zu diesen Dimensionen erhält, so ist es im Sinne des „Unendlichen“ einer endlichen Wesenheit im Umkehrschluss un-möglich, das Alles-Mögliche zu erfassen, was begründet, daß sich Aussagen von Medien teils erheblich differenzieren. Sie „schauten“ einen Teil, eine Momentaufnahme des „Alles-Möglichen“, aber eben nicht das „Ganze“, was eben un-möglich ist, denn das Begrenzte kann nicht das Unbegrenzte in sich fassen. Es ist nicht eindeutig, inwieweit eine Ausschließlichmachung solcher Schau der Naivität oder Selbsterhöhung des Schauenden entspringt. Qualitercumque, hieraus begründet sich auch die oftmals zu beobachtende Unfähigkeit von die „geistig-immateriellen Ebenen“ bevorzugenden Menschen, einfachste Tätigkeiten (z.B. Einkaufen gehen) ohne stundenlanges vorheriges Überlegen (sic!) zu bewältigen, dezidiert dann, wenn darüber hinaus der Vorgang via Einnahme psychoaktiver Drogen noch forciert wird. (1) In der Tat verlieren sie sich, in den Gefilden der „unsichtbaren Welt“ flanierend, durchdenken, empfinden, fühlen mithin (ap)perzeptiv im Sinne des Wortes „alles-mögliche“, was dafür sorgt, daß sie kein Ende finden und den Entschluss, nun ganz einfach aufzustehen und einkaufen zu gehen, definitiv nicht mehr fällen können. (2) Die „Medialen“ wissen, ganz gewiss aus guten Gründen oftmals schaudernd, nur zu gut um die Existenz dieser „geistig-immateriellen Ebene“ - worauf diese Ebene bereits „nennbar“ ist. Das „Dao“ aber ist das Un-Nennbare. (3) Aus all dem resultierend, muß nun „hinter“ dieser geistig-immateriellen Ebene zwingend sowie geringstenfalls eine weitere Ebene existieren, nennen wir sie „die göttliche Ebene“, welche nun fürwahr weder in irgendeiner Weise nenn- noch auch nur annähernd greif- oder begreifbar ist. Aus diesen Gründen ist die gnostische Metaphorik des Demiurgen ein jedenfalls nicht kategorisch auszuschließendes Denkmodell.

Contradictio in adiecto: Alles ist relativ...

Die grandiose Not des Denkenden, des Fühlenden wie des Schauenden liegt in den Paradoxien: Nehmen wir beispielsweise die vom Verdränger permanent reproduzierte Phrase „Alles ist relativ.“ Ein Paradoxon? Eine contradictio in adiecto, unvermeidlich in den circulus vitiosus mündend, ein dem menschlichen Geiste unauflösbarer Widerspruch in sich; hier im Gewande einer zum mindesten doppelten Aufhebung in sich, welche im Übrigen die kuriose Beschränktheit aller ideologisierten „Logiker“ vorführt:

1. Aufhebung
  1. Das Postulat „Alles ist relativ.“ ist eine finale Aussage. Sobald der Entität „Alles“ Eigenschaften zugewiesen werden, wird eine finale Aussage gesetzt, denn die Entität „Alles“ umfasst „alles“, und zwar ohne Ausnahme (!)
  2. Der Entität „Alles“ wird die Eigenschaft => „ist relativ“ zugewiesen.
  3. Weil nun dem „Alles“ die Eigenschaft des „Relativen“ zugewiesen wurde, sind mit diesem Postulat alle finalen Aussagen aufgehoben.
  4. De facto wird also mittels einer finalen Aussage => jede finale Aussage aufgehoben.
2. Aufhebung
  1. Der Entität „Alles“ wird die Eigenschaft => „ist relativ“ zugewiesen.
  2. Wenn „Alles“ relativ ist, so ist auch das Relative relativ, denn das Relative zählt zum „Alles“.
  3. Wenn aber auch das Relative relativ ist, so ist nicht auszuschließen, daß eben doch nicht „alles relativ“ ist.
  4. De facto wird also mit der Relativierung => die finale Aussage stehenden Fußes wieder aufgehoben.

„Zwiedenk“ (engl. doublethink), wie Orwell das nannte. (4) Der Relativierer setzt seine soeben ostentativ formulierte Relativitätsfinalität eo ipso außer Kraft. Die Absurdität nimmt nun im Zirkelschluß (Circulus vitiosus) ihren Lauf, wenn aus dem Postulat heraus behauptet wird, „Alles sei relativ“, außer dem (finalen) Postulat selbst. Ex falso quodlibet.

Willkommen in Brahmana's philosophischer Welt!

Claus Rotter
23.02.2011, 21:39h

 

Fußnoten
  1. Was nicht aussagen soll, daß nun jeder Alkoholiker, Drogenabhängige oder Psychopharmaka Einnehmende sozusagen „automatisch medial“ ist. Es ist jedoch zu konstatieren, daß der Vorgang bei „Natural born mediums“ hochgradig forciert wird, was sich im Übrigen extrem gefährlich zeitigen kann, weil die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, daß natürliche Schutz- und Widerstandsmechanismen unterlaufen resp. ausgehebelt werden und die dunklen Wesenheiten Besitz vom Berauschten ergreifen wollen (!) Hochrelevant hierzu: Warum ist ausgerechnet der enthemmende Alkohol flächendeckend legalisiert worden?
  2. Aus diesem Zustand resultiert nicht nur das von Außenstehenden wahrgenommene „Apathische“ oder der meditierende Aspekt. Vielschichtige Artikulationen sind möglich, auch sexuelle Exzesse oder eskalierende Gewalt. Wie auch immer, die Werke verschiedenster Künstler wurden unter Drogeneinfluß kreiert, da sie „Zugang“ erlangten und die schöpferische Komponente, das „Schöpfen aus dem Unendlichen“ in die Zeit brachten. Dies sei als Feststellung, nicht als Rechtfertigung angeführt - viele endeten unschön (vgl. Punkt 1). Im Alles-Möglichen liegt nicht nur die Schönheit (vgl. e.g. „The Shining“). Jedenfalls ist, soweit möglich, im Wesentlichen zwischen Vision, Clairvoyance und Prophetie zu differenzieren.
  3. Vgl. Daodejing, 1. Teil, 1. Kapitel (Translation Wilhelm)
  4. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Doppeldenk
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