न यॊनिर नापि संस्कारॊ न शरुतं न च संनतिः कारणानि थविजत्वस्य वृत्तम एव तु कारणम
सर्वॊ ऽयं बराह्मणॊ लॊके वृत्तेन तु विधीयते

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Im Ressort „Others“ sollen nun einige astrologisch-metaphysische oder letzeres tangierende Disziplinen behandelt werden, die sich nicht im direkte(re)n Zusammenhang abendländischer, indischer oder chinesischer Definitionsebenen eruieren lassen. Die Themenbreite ist immens, in allen Zeiten und Kulturen wurde vieles an Wissen und Methodik zusammengetragen. Das Problem liegt daher freilich nicht im Mangel vorliegender Denk- und Erklärungsmodelle, Systeme und Orientierungen, sondern inwieweit diese objektivem Erkenntnisgewinn dienlich sein können oder eben nicht, und inwieweit all dies hilfreich sein kann oder eher Schaden zufügt. Es sei hierzu angemerkt, daß einige auf unseren Seiten angerissene Themen im ausschließlich hinweisenden Sinne zu sehen sind. Wer hier bspw. explizite Evokationsanleitungen zur Beschwörung finsterer Dämonen sucht, liegt in Gänze falsch. Die ethische Komponente ist uns unter allen Umständen von großer Wichtigkeit.

Holistische Problematik

„Ganzheitlichkeit ist die möglichst vollständige Betrachtung einer Sache als Bestandteil übergeordneter Systeme, ihrer Wirkungen auf andere Systeme, sowie in der Gesamtheit ihrer Eigenschaften und wechselseitigen Beziehungen. In der metaphysischen Philosophie und in den Religionen zudem in der Einbeziehung des Transzendenten. [...] Wird Ganzheitlichkeit in den modernen Wissenschaften zum Leitgedanken erhoben, spricht man von Holismus (Ganzheitslehre).“

Weil es aus verschiedenen Gründen oftmals schwierig bis unmöglich, desweiteren weder erforderlich, wünschens- oder erstrebenswert ist, bestimmte metaphysische Artikulationen in Zuordnungsschubladen zu kategorisieren, dennoch aber zum Mindesten in realiter gewisse mehr oder minder klare Differenzen hinsichtlich e.g. angewendeter Methodik bestehen, hat speziell der Holistiker seine liebe Not, den Gesamtzusammenhang zu wahren, gleichzeitig aber nicht die Begrifflichkeiten zu verwässern. Zweifelsohne ist es bei aller Holistik und wohlfeil zu berücksichtigender über die Zeiten erfolgter kultureller Interaktion keinesfalls eine Marginalie, ob nun der siderische oder der tropische Zodiacus als dezidierte Arbeitsgrundlage Anwendung findet, ob man sich im weiteren Sinne dem Tarot anvertraut, dem Ouija oder der katholischen Kirche. Beispielsweise hinsichtlich der Runen ist es sicherlich fraglich, inwieweit diese Thematik denn nun tätsächlich in eine astrologische Rubrik einzuordnen sei oder nicht vielmehr in das Ressort „Esoterica“ oder ein spezielles Ressort „Nordische Mythologie“. Da wir einen prinzipiell gesamtheitlichen Ansatz pflegen, ist unsere Intention folgerichtig keine bemerkenswert große, sei es kausal oder akausal ineinander greifende Mechanismen resp. univoke Terminologie abgrenzend abhandeln, einordnen oder gar diversifizieren zu wollen. Wir werden also weiterhin bemüht sein und auch nicht müde werden, bei aller sich durch differente Herangehensweise auszeichnender Systematik die holistische Komponente zu wahren.

Modus operandi

Obiges bedeutet nun nicht, daß wir verklärten Blickes ambitioniert waren, sind oder sein werden, wahlfrei eklektizistisch oder synkretistisch „alles in einen Topf werfen zu wollen“. Bei approximativ seriösen Studien des Seins und der Dinge wird man unvermeidlich und sehr schnell bemerken, daß es mit allein notorisch-rigoristisch-emphatischer Holismus-Favorisation längst nicht getan ist. Man möge sich daran versuchen, aus der hochkomplexen, bereits jeweils in sich differenzierten Methodik abendländischer, indischer und chinesischer Metaphysik eine effiziente Synthesis und nicht im nebulösen oder naiven Gewande daher kommende Oberflächlichkeit zu formulieren. Vom Vermerk abgesehen erscheint uns die Ganzheit betreffend ermüdend, noch ergänzendere Betrachtungen zum Yijing, zum Tarot, zu bereits erwähnten Runen zu führen, interessanter schon Studien zu südamerikanischem und insulanischem Kultus und manches mehr. Weniger interessant wiederum erscheinen uns Abhandlungen zu theosophischen, anthroposophischen oder rosicrucianischen Schnittstellen u. dgl., welche im übrigen nun wirklich der Esoterik zuzuordnen wären. 1

Einhergehend dem holistischen Ansatz pflegen wir einen gewissen systematischen, nicht utilitaristischen, jedoch durchaus teleologischen. Allerdings ist die vielen so hochgeschätzte Vernunft nicht das Maß aller Dinge, sie weist sekundären Stellenwert auf und ist ein zweischneidiges Schwert. Dies gilt ebenso für den schöpferischen Ansatz, welcher nicht minder das Potential fauler Früchte in sich trägt. In der Hoffnung, den einen oder anderen vor kontraproduktiven Resultaten zu bewahren, errichten wir in der Rubrik „Falsifikati“ einen Pranger für allzu windige Plagiate, Fußangeln und branchenintern nicht seltene haarsträubende Irrungen und Wirrungen.

Unsere Auswahl erhebt keinen Anspruch auf wie auch immer denkbare Vollständigkeit, was zum einen angesichts der Unmenge an Material nur ein gänzlich unmögliches Unterfangen sein kann, zum anderen sich weder Götter noch Dämonen jemals völlig offenbaren. Last but not least sind dem Geist des Menschen Grenzen gesetzt, ein Umstand, den man nicht bedauerlich empfinden sollte, sondern beruhigend.

Erstverfasst 160107 | CR
Redigierung 220523 | 11:58h GMT+02:00

Fußnoten

  1. Wir wollen in dieser Fußnote nicht weit ausholen. Um in den Worten Max Heindels zu sprechen, bleibt es einem jedem selbst überlassen, den Weg des Feuers oder des Wassers zu beschreiten. Damit hatte er Recht: Es bleibt einem jedem selbst überlassen, sich Studien zu den Freimaurern, zum Rosicrucianismus, zum Hermetic Order of the Golden Dawn, zur Theosophie, Anthroposophie, Thelema, zur Fraternitas Saturni etc. zu widmen oder sich dem Buddhistischen, Daoistischen, dem Islam, der „Geborgenheit in der Katholischen Kirche“ (eine schöne Publikation des letzten Jahrhunderts) oder der Mystik etc. zuzuwenden. Wir selbst sind dem Heiligen, nicht Dämonischen verbunden.
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