न यॊनिर नापि संस्कारॊ न शरुतं न च संनतिः कारणानि थविजत्वस्य वृत्तम एव तु कारणम
सर्वॊ ऽयं बराह्मणॊ लॊके वृत्तेन तु विधीयते

Incipit

VRS:NSMV:SMQL:IVB
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News et alia

Omnia tempus habent

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Mars Gradivus ante portas

उत्तरायण  |  दक्षिणायण

Prinzipielles

Metaphysica
(aus gr.: μετά und ϕύσις)

Realdefinition
Der Begriff Metaphysik umfaßt jene der Philosophie zugehörige Disziplin, welche das hinter der sinnlich erfahrbaren, natürlichen Welt Liegende (τὰ μετὰ τὰ ϕυσιϰά), die letzten Gründe und Zusammenhänge des Seins behandelt (klassische Trias Logik–Ethik–Metaphysik).

Nominaldefinition
In der Terminologie dieser Seiten umfaßt der Begriff Metaphysik alle mithin finalen Disziplinen philosophischer, theologischer, astrologischer, esoterischer, mystischer und mediumistischer Varietät. Aller Kontext gründet somit nicht allein auf dem rationalistischen Verständnis von Metaphysik und Eschatologie der akademischen Philosophie und Theologie, deren analytischer Konzeption und Methodologie, Epistemologie und Ontologie.

Synonyma
Jeweiliger Lesart gemäß tangierende resp. kongruente Termini zum Metaphysischen per se belegen gleichsam Begriffe wie e.g. das Transzendent(al)e, Extramundane, Supranaturale, Perseide, Numinose, Sakrosankte etc.

Eritque arcus

Um die Bedeutung des Regenbogens in unserem sogenannten „Logo“ befragt, soll nun dem Grunde nach unsere ausdrücklich mythologische, mithin metaphysische Bezugnahme betont werden:

„Der Regenbogen ist von jeher ein wichtiges Element zahlreicher Mythologien und Religionen über alle Kulturen und Kontinente hinweg. Die Mythen sprechen ihm dabei oft die Rolle eines Mittlers oder einer Brücke zwischen Götter- und Menschenwelt zu. Mythologien ohne Regenbogen sind selten.“

Niemals vertraten wir anderweitige Interpretation. Niemals stand der Regenbogen in diesem von uns von Anbeginn gepflegten Verständnis im Kontext zu Symbol-Okkupationen zeitgenössischer Strömungen welcher Orientierung auch immer.

Aus dem Jüdisch-Christlichen sei hierzu angeführt der Alte Bund Gottes mit Noah und den Menschen (Genesis 9, 14–15): „[…] so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch […]“.

Non-commercial

Sofern nicht anderslautend angeführt, sind die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Materialien, insbesondere sämtliche Texte, Transkriptionen und Transliterationen metaphysischer Schriften, expressis verbis nicht für kommerzielle Nutzung vorgesehen. Wir danken für Fehlermeldungen.

Aktuelles

Brahmana Metaphysica

Büro für Metaphysik & Astrologie

Consultation, Divination & Prognosis
90409 Nürnberg/Maxfeld, Parkstraße 27

Telefon:+49 176 46630 180
eMail:info@brahmana.net

7

Aufgrund der Erkrankung des Protagonisten
richten sich Terminvereinbarungen nach
dessen jeweiligem Gesundheitszustande.

„Die Schmerzen sind mir erträglicher
als der Niedergang um mich herum.“
CR, im März 2020

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Der Glaube verwandelt die Zeit?
(Lucubrationes: Essay und Quintessentia)

Mars gradivus ante portas:
Bellum Ucrainum

Gebete des Christentums
(Orationes)

Gebetsketten

Astrologie (Osho)
incl. Hidden Mysteries #5 & #6
Zur aktuell(er)en deutschsprachigen Edition
der Osho-Diskurse zur Astrologie
https://www.innenwelt-verlag.de/

Astrologisches Tabellarium
Sonnenzeichen-Astrologie
Indianisches Horoskop
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Lilith

ZUM BRAHMANA-RELAUNCH ⟳︎
Im Zuge des kompletten Site-Relaunchs der letzten Monate wurde neben dem Generieren einiger Neueditionen gleichsam der Relaunch sämtlicher Transliterationen vollzogen (hierzu insbesondere das Freistellen aus dem Brahmana-Layout). Noch ausstehend die Philosophen.


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Zhuāngzǐ《南華真經》
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Werke und Tage (Hesiodos) ✓︎ New
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Philosophia
Platon (Schleiermacher)
Kleiner Hirschberger
Denkender Glaube

pdfNumero ludum

Szenenwechsel

Synodaler Weg oder auch
Neues aus der Giftküche

Wieder und immer wieder der berüchtigte „Deutsche Sonderweg“: Der sogenannte „Synodale Weg“ der Deutschen Bischofskonferenz insistiert eine volitive Neukonstruktion von Kirche und ist nicht allein unvereinbar mit dem Biblischen und dessen hieraus formulierter katholischen Lehre, sondern läßt einem jeden honorigen Metaphysicus den Atem stocken.

Aktuell führende Triebtäter des Prozesses radikaler Degradierung des Geistlichen ins Weltliche zunächst der furchterregende Alptraum-Priester und Antichrist Reinhard Kardinal Marx (nomen est omen), nun der dem aalglatten Prinzip Schlange adäquate Unheils-Bischof Bätzing. Solch räubersynodaler Ab- und Irrwegigkeit kann und darf nicht Folge geleistet werden.

Derlei im Priester‐gewande spießbürgercharismatisch auftretende Miestrickser sind keine Priester, sondern dem Sakrosankten ab‐gewandte Schergen rationalistischer Doppelzüngigkeit und verweltlichender Subversion. „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen. Ihr selbst geht nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, laßt ihr nicht hinein.“

Wenig ver‐wunderlich die Zögerlichkeiten eines weiteren gleichsam schwachen wie undurchsichtigen Papstes in der langen Reihe der Pontifikate. Derweil durchaus wunderlich das benediktinische Schweigen [Silencium est aureum: gerade der so gestrenge Dogmaticus kreierte Marxens Kardinals(un)würde].

Wieder einmal sollen die infamen Ausstülpungen jener nicht allein das Heilige betreffend verbrannten deutschen Erde die Welt vergiften. Es sind dies die subversiv wirkenden, die Finalis von sich weisenden Umtriebigkeiten antagonistischen Ursprungs.

CR, 220419

„Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende machen.“ - Heinrich Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, P20, HSH, Seite 457

Chinesisches zum Christentum

[…] die überweltlichen irrationalen Ideen […] erscheinen ihm als Fündlein spintisierender Theologen, die mit dem gesunden Menschenverstand im Widerspruch stehen; Jesus erscheint ihm als ein jüdischer Lokalprophet mit bäuerlicher Redeweise und ohne Einsicht in die verwickelten Probleme eines hochentwickelten Staates; sie weisen auf die bedauerliche Tatsache hin, daß das Christentum noch keinen Staat hervorgebracht hat, der folgerichtig im christlichen Geist handelt […]
(cf. Julius Richter, Das Christentum und die nichtchristlichen Religionen)

[…] Vor allem erscheint ihm die Annahme, daß alle Menschen Sünder sind, unberechtigt. Er betrachtet es auch als ungereimt, daß Gott, als Adam und Eva von einem Apfel gegessen hatten, so zornig wurde, daß er sie und alle ihre Nachkommen zum Leiden verurteilte, dann aber, als eben diese Nachkommenschaft seinen eigenen Sohn tötete, darüber „so erfreut war, daß er allen vergab“ […]
(Lín Yǔtáng 林語堂, The Importance of Living)

[…] Daß die Religion, die den Menschen sagt: „Worüber beunruhigt ihr euch denn?“, die sie lehrt, nichts auf Erden zu besitzen, sich gegenseitig zu helfen, einander zu lieben und dem die rechte Wange zu bieten, der einen auf die linke schlägt ‒ gerade die unruhigsten, reichsten, listigsten, bewegtesten Völker gebildet hat, die unablässig wünschen, sich zu erweitern und größer zu werden, die Völker schließlich, deren Ehre am kitzligsten ist und sich am meisten der Verzeihung und dem Ausgleich widersetzt: das konnte er nicht begreifen. […]
(cf. André Gide)

[…] „Die westliche Volksgemeinschaft ist auf Kampf und Streit aufgebaut, die östliche auf Frieden und Ruhe … Die Menschen des Westens lieben alle den Kampf und harten Streit, und in der Geschichte aller Kulturen Europas ist jedes Wort mit frischem Blut geschrieben“ […]
(Chén Dúxiù 陳獨秀 (WG Ch’en Tu-hsiu), cf. A. Forke, ZDMG 96)

Lectori salutem!

Diese Seiten sollen einen Versuch in medias res darstellen, via Synthesis Kontrapunkte zu setzen zu einem in weiten Bereichen ebenso ideologisiert

materialistisch-existenzialistischen, funktionalistisch-utilitaristischen, rationalistisch-intellektualistischen, positivistisch-dekonstruktivistischen, relativistisch-detranszendentalistischen wie folgerichtig gleichsam infantilisierten Zeitgeist.


Dem gemäß rezipieren diese Seiten nicht explizit die Lehren und Prinzipien des Brahmanismus. Obgleich die elementaren Prinzipia brahmanischer Charakteristik, Gestus und Duktus nicht aufgehoben werden, ist die Interpretation des aus dem Sanskrit stammenden Terminus ब्राह्मण „brāhmaṇa“ sowohl im semantisch-hermeneutischen Sinne als auch im Kontext zu den hier eruierten Themen volitiv frei und keinem weltanschaulichen, keinem religiösen, philosophischen, esoterischen, astrologischen, keinem wissenschaftlichen oder gar politischen System, Denk- oder Erklärungsmodell respektive Exklusivitäts- oder Orthodoxiepostulat verbunden.

Wie auch die Disziplinen traditioneller chinesischer Metaphysik - im holistischen Sinne „dem einen Quell entspringend“ - sinnvoll ineinanderfließen, so ist es gleichsam ein Unding, eine im Okzident vollzogene Trennung der einst in den Septem artes liberales in Trivium und Quadrivium ebenso weise wie weitsichtig kanonisierten Disziplinen zu forcieren.

„Gleich welche Disziplin vorgibt,
Wahrheit zu suchen und das
Astrologische perhorresziert,
sucht nicht Wahrheit.“
CR

Cui bono?

Die ganze Wahrheit liegt niemals innerhalb geschlossener Systeme.
Es spielt immer alles zusammen!

In diesem Sinne legen wir exorbitanten Wert auf unsere Independenz.

Wir distanzieren uns nachhaltig von jedweder fundamentalistischen Religiosität, von sektiererischen Denominationen, Ideologismen und Fanatismen, von aus metaphysischen Weltanschauungen abgeleiteten oder untermauerten diskriminierenden, rassistischen oder antisemitischen Ideologien sowie von satanistischen oder vergleichbar dämonologischen Strömungen. Desweiteren distanzieren wir uns ebenso nachhaltig von aus astrologischen Konstellationen assoziierten, ob nun antagonistisch oder diletierend hierarchischen Interpretationen, Elitarismen, Idiolatrien und Apotheosen.

Non draco sit mihi dux.

Intentio operis

Labyrinth (Barbara Henniger, 1989)
Labyrinth, © Barbara Henniger

Selbst bei Voraussetzen einer objektiv ambitionierten Wahrheits- und Erkenntnissuche ist es bereits ein hochgradig komplexes Unterfangen, verbindliche Erkenntnis zu erreichen. Begibt man sich nun ins babylonische Sprachgewirr des geisteswissenschaftlichen Labyrinths und vergleicht Protagonisten aus Philosophie, Theologie etc., so wird man feststellen, daß sich ein jeder dieser großen Denker seinem „Stande“, seiner kulturellen Provenience, seinem System und seiner Methodik entsprechend artikuliert - perspektivisch mithin und somit aposteriori, was bei Weitem nicht nur im Einzelfall in einen aus Hybris, Ignoranz und Territorialismus entsprungenem ideologischen Ausschließlichkeitsanspruch mündet(e) resp. münden kann.

Babylonisches Sprachgewirr (Robert Crumb, Genesis, 2009)
Babylonisches Sprachgewirr

Letzteres dezidiert im Kontext zur Kon- oder Nonkonformität der jeweiligen Erkenntnistheorie mit gängigen Lehrmeinungen, gegenseitigen Instrumentalisierungen im Zusammenhang von Macht, Status und dergleichen, dem sukzessiven Auftauchen sektiererischer Diadochen sowie einer Anhängerschar, deren in Kürze skizziertes Spektrum von ernsthaft ambitioniert bis flanierend pseudo-motiviert, von epigonal bis claqueristisch, von eher gleichmütig mitläuferisch bis zu unverhohlen fanatisiert radikalaktivistisch aufleuchtet, sowie den daraus resultierenden Herden-, Gruppen- und Grüppchenbildungen, so sich all dies nicht schon zu Lebzeiten des desiderabel Erleuchteten abzeichnete.

Als mithin wenig erleuchtet i. e. verblendet ist indes die kontemporäre Ausschließlichkeit des szientistischen Rationalismus zu sehen, welcher sich im Rahmen eines rigiden, martialischen Materialismus Geltung verschaffte, sich subversiv in Philosophie wie Religion festsetzte und über den Okzident seinen globalen Siegeszug via gleichsam inquisitorischer Mechanismen vollzog. Dieser entsetzliche Daseinsverlust, dieses Versenken in die tiefsten Tiefen des Verdrängten, ist ein ungeheuerlicher und ein in der Geschichte der Menschheit in dieser Dimensionalität noch nie dagewesener, unvergleichlicher Vorgang.

सत्यमेव जयते
„Allein die Wahrheit siegt.“
sanskr.: Satyameva Jayate

„Quid est veritas?“
Pontius Pilatus zu Jesus Christus
Joh 18,38

Diese Erscheinungen mögen funktional bestenfalls „menschlich“ sein und auch den einen oder anderen profitierenden Charakter amüsieren, sind jedoch in keiner Weise weder einer objektiven Wahrheitsfindung noch einer wirklichen Entwicklung oder gar Erlösung förderlich, insofern man Idiolatrie, das Ausmerzen von Wirklichkeit mit allen daraus resultierenden Folgen sowie endloses Gezänk nicht als metaphysische Erkenntnis per se betrachtet und den Gedanken favorisiert, daß nur aus der sakrosankten Ratio des Dialektischen heraus evolutiv Erkenntnis und damit definitives Wissen möglich sei.

„Die Wahrheit mag wichtig sein,
aber ohne Liebe ist sie unerträglich.“
Benedictus PP. XVI., „Caritas in Veritate“

Ganz spezielle Probleme wiederum verursachen einem jeden „Suchenden“ die aus verschiedenen Gründen vorliegenden resp. so empfundenen Neigungen des Menschen zu Superbia, Hypokritie, Euphemismen, zu Widersprüchlichkeiten, zu Lug und Trug und Schlimmerem sowie die jedenfalls in der irdischen Seinsebene zuhauf auftretenden Artikulationen der gleichsam so empfundenen Paradoxien und Absurditäten.

信言不美。美言不信。
„Wahre Worte sind nicht schön.
Schöne Worte sind nicht wahr.“
Daodejing, 81. Abschnitt

Weil nun niemand für sich reklamieren kann, frei zu sein von sogenannten Unzulänglichkeiten, und weil ein jeder über kurz oder lang an die Grenzen der Gestalt gelangt, ist es im Sinne einer objektiv-verbindlichen, höheren Erkenntnis gute Tradition, stets bestrebt zu sein, erkenntnistheoretische Störfaktoren methodisch auszuschließen resp. unter Kontrolle zu halten. Konform gehend mit dieser Tradition soll dies gleichsam auf diesen Seiten bestmöglichst realisiert werden.

„Die Wahrheit ist unser wertvollstes Gut.
Laßt uns sparsam mit ihr umgehen.“
Mark Twain

Die Intention dieser Seiten ist nun zum einen und ganz prinziell die Frage aller Philosophie:
   Wie können wir apriorische Erkenntnis erlangen?
   Wie können wir Gestalt unabhängig vom Empirischen erfassen?

„Wer die Wahrheit sagt,
habe ein schnelles Pferd.“
Aus dem Arabischen

Zum anderen wollen wir über das „Sein“ und die „Dinge“ hinaus elementaren anthropologischen Fragen nachgehen, wie e.g.
   Kreationismus vs. Evolution?
   Determinismus/Prädestination vs. Indeterminismus? etc.

Siegelwappen der Inquisition
Wahrheit und ihre Feinde

Im weiterführenden und wohl wesentlichen Sinne ist die Intention dieser Seiten, in aller zur Verfügung stehenden Entschiedenheit und Konsequenz Tendenzen und Mechanismen entgegenzuwirken, deren wesentliche zeitgenössische Manifestation die oben bereits erwähnte Diktatur des szientistischen Rationalismus repräsentiert und die sich gegen Gott, die Wahrheit und das Leben richten.

„Ich glaube nicht an Astrologie!“
„Dann lassen Sie’s halt bleiben.
Ob Sie die Transzendenz bezweifeln
oder nicht, spielt ihr keine Rolle.“

Wir treten im Speziellen dieser vordergründig im Wesentlichen aus Rationalisten, Szientisten sowie Klerikern bestehenden „Concordia contra Astrologia“ entgegen, welche in ebenso merkwürdig einmütiger wie hochmütiger Verblendung eine Weltanschauung entwickelten, ein System inquisitorischer Ausschließlichkeit errichteten, deren ungeheuerlich destruktives Potenzial weltweit immer deutlicher zum Ausdruck kommt.

正言若反。
„Wahre Worte sind wie umgekehrt.“
(Die Wahrheit klingt paradox.)
Daodejing, 78. Abschnitt

Last but not least, sollen diese Seiten die Ambition darstellen, die unergründliche Natur des Göttlichen sowie ihre offenbaren Wechselwirkungen besser zu verstehen und sich dieser Frage aller Fragen zunächst im Sinne eines positiven Synkretismus resp. einer positiven Eklektik anzunähern, um in eine Synthesis, Fusion oder Quintessenz der vorhergehenden Untersuchungen zu münden - resp. den Versuch, das eine oder andere zum Mindesten etwas zu erhellen - keinesfalls jedoch einen weiteren Turm zu Babel erbauen zu wollen: „Si enim comprehendis, non est Deus“, in chinesischer Entsprechung: 道可道,非常道

Brahmin

Modus operandi

Es wird versucht werden, über das Erfassen des Aufleuchtens der Erscheinungen innerhalb der gegebenen Seinsebene (Raum und Zeit) analogisch zur Ebene des Bildes und der Gestalt vorzudringen.

Es wird versucht werden, aus bestehenden geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen aus Philosophie, Theologie, Mystik, Mythologie, Astrologie, Esoterik sowie kontextueller metaphysikalischer Disziplinen unter Einbeziehung empirischer Erfahrungswerte eine Ableitung zu finden zum Apriorischen.

„Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld,
sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein.“
Friedrich von Schiller

Es wird versucht werden, zu finalen Aussagen zu gelangen – entgegen detranszendentalisierendem Verzicht auf Letztbegründungen à la Habermas („Die säkulare Moderne hat sich aus guten Gründen vom Transzendenten abgewendet“ usw.). Idealerweise soll zu apriorischen Aussagen subsumiert wie resümiert werden. Dieser Vorgang wird sich nicht allein defizitärer Werkzeuge rein geisteswissenschaftlicher Methodik (Deduktion, Induktion etc.) bedienen. Wie auch die Artikulationen der Seinsebene sich nicht beschränken auf das Funktional-Rationalistische, werden auch wir im Sinne ganzheitlicher Erkenntnis das nicht tun.

„Es gibt keine absolute Wahrheit.
Alles ist relativ.“
Contradictio in adiecto

Es wird versucht werden, Spekulatives als solches zu kennzeichnen; desweiteren soll als Leitsatz gelten, nicht Banales wie Triviales als Erkenntnis metaphysischer Kategorie zu deklarieren, obschon auch und gerade im vordergründig Banalen und Trivialen das Metaphysische zu finden sein mag.

Barbarus hic ego sum, quia non intelligor ulli.
Claus Rotter
Autumnus MMIX

 

Der Rächer (Arno Breker, 1940)

„[Es gibt] nichts Neues unter der Sonne.“
אין כל חדש תחת השמש (lat.: „Nihil sub sole novum; nihil novi sub sole“ etc.)
Ecclesiastes passim

„Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander in Liebe ertragend.“
Epheser 4,1-2

„Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus.“
Ecclesiastes 12,13

„Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.“
1. Korinther 13,13

 

Mars gradivus ante portas:
Bellum Ucrainum

Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus,
nunc et in hora mortis nostrae.

Crux der Causa materialis: Wir altern, wir kranken, wir sterben. Wir kommen und wir gehen. All things must pass. Dies in Larmoyanz zu beklagen, ist müßig, es zu verdrängen, schnöder Standard. Schmerz und Leid indes ist ebenso hinzunehmen wie Freude und Glück, beides Potentiale zeitlosem Seins, zeitlichem Werdens und Vergehens, welche wir notwendig zu erfahren haben.

„Es ist eine böse Wahrheit, daß unser Schicksal, unsere Schrecken, die wir gesehen haben, uns reifer machen, der Schmerz, den wir erleiden mußten, den Farben unseres Wesens mehr Glanz, unseren Worten mehr Tiefe verleiht. Sofern das Leid uns nicht ganz zerstört, uns allen Glauben und alle Hoffnung raubt, unsere Zukunftsträume und die Achtung vor den kleinen, doch unerlässlichen Dingen des Lebens.“
Anne Rice („Die Königin der Verdammten“), 1988

Exzerpt aus dem Symbol-Logischen:
„Etwas besonderes am Kreis ist, daß er eine punktuelle Mitte hat. In dieser Mitte werden all die vielen Erscheinungen zu EINEM. Sie vereinigen sich in einem Punkt. Aus diesem Punkt gehen nun andererseits alle Erscheinungen hervor. Je näher der Mitte, umso näher der Einheit, je weiter ins Periphere, umso größer die Vielfalt. Der Mittelpunkt selbst bleibt unberührt. Das liegt daran, daß der Punkt nicht der Dualität unterworfen ist. Er ist eindimensional, in ihm existiert keine Zeit, keine Dualität. Der Punkt symbolisiert deshalb absolute Wahrheit, der Kreis hingegen Maya.“

Exzerpt aus dem Daodejing:

„Wenn auf Erden alle das Schöne als schön erkennen,
so ist dadurch schon das Häßliche gesetzt.
Wenn auf Erden alle das Gute als gut erkennen,
so ist dadurch schon das Nichtgute gesetzt.
Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander.
Schwer und Leicht vollenden einander.
Lang und Kurz gestalten einander.
Hoch und Tief verkehren einander.
Stimme und Ton sich vermählen einander.
Vorher und Nachher folgen einander.“
天下皆知美之爲美,
斯惡已。
皆知善之爲善,
斯不善已。
故有無相生。
難易相成。
長短相較。
高下相傾。
音聲相和。
前後相隨。
tiān xià jiē zhī měi zhī wéi měi
sī è yǐ
jiē zhī shàn zhī wéi shàn
sī bú shàn yǐ
gù yǒu wú xiāng shēng
nán yì xiāng chéng
cháng duǎn xiāng jiào
gāo xià xiāng qīng
yīn shēng xiāng hé
qián hòu xiāng suí

Aus Wertigkeiten wie „Friede“ resultiert unvermeidlich die jeweilige Gegenwertigkeit, wie dies auch bei sich gegenseitig bedingenden Dependenzbegriffen wie „Tag und Nacht“, „Plus und Minus“ etc. der Fall ist. Das Setzen von Ausschließlichkeit einer im Dualen wirkenden Entität ist dem holistischen Prinzipe nonadäquat, daher epistemologische Fallacie und in realiter gegenstandslos. Salopper formuliert, kann „Friede“ ohne „Unfriede“, im Komparativ „Friede“ ohne „Krieg“ immer nur Halbheit sein, weswegen pazifistische Idealismen im Sinne eines diesbezüglich permanenten sine iniuria in pace vivatur von Anbeginn zum Scheitern verurteilt waren, sind und sein werden. Auch die graduelle Intensität dessen, was kontemporärer westhemisphärischer „Humanismus“ u. dgl. in hypokritischem Doppelmoralismus zu definieren sich anmaßt, fällt in diese Kategorie. In hermetischer Terminologie gilt dies sowohl „oben“ wie „unten“, im „Großen“ wie auch „Kleinen“: Ist maximales Yin erreicht, wandelt es in Yang, und umgekehrt (ein nicht per se dualer, sondern komplementärer Prozeß). Infam, doch nur von kurzer Dauer, wenn eines der beiden Prinzipien zum „Besseren, Reiferen, Weiseren“ etc. sich auszurufen anschickt. Astrologisch: Der Ares umso zorniger, je länger er verhindert ward. Tempus dilectionis, et tempus odii; tempus belli, et tempus pacis. Also schlägt das Pendel nun zurück, ein der Seinsebene Inhärentes wird Erscheinung, ein weiteres Mal, ehern, ewig, unausweichlich.

Die Ebenen des Göttlichen vs. Dämonischen, mithin Guten und Bösen bleiben von soeben Eruiertem aller Erkenntnis nach wohl nicht unberührt, doch eine (approximierende) Abhandlung unbeantwortbarer Fragen führt nicht in den (dem Menschen unerreichbaren) Kern der Dinge: Die Herzen der Könige sind unergründlich. Welten entstehen, Welten vergehen. Unzählige sind gekommen, Unzählige gegangen. Bereits angesichts zunächst (im materialen Sinne) universeller, darüber hinaus (immateriell) metaphysischer Dimensionalität sei daher schlußletztlich angeführt, daß Leben, Schicksal und Tod eines oder auch vieler Geschöpfe nicht mehr ist als der Aufschrei eines Funken in der Ewigkeit.

Der Friede Gottes ist nicht von dieser Welt.
Und das Meer singt seine Lieder ...

Claus Rotter
220313, 21:50h

The Egyptians drowned in the Red Sea by Gustave Dore